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Heldele Stiftung verleiht Innovationspreis für Technik

18.07.2016

Mit einem intelligenten Briefkasten hat Kim Groeneveld von der Geschwister-Scholl-Realschule Süßen den „Innovationspreis für Technik“ der Heldele-Stiftung gewonnen. Der Wettbewerb für Schüler soll die Begeisterung für Technik wecken.

  • Kim Groeneveld
  • Tim Baechelen
  • Marcel Schmidt und Davide Montesi
  • Denise Müller und Gina Grupp
  • Gabriel Heubach
  • Robin Grupp und Lorenz Veit

„Ich fange an“, meldet sich Kim Groeneveld selbstbewusst – als erste Teilnehmerin hat sie der Fachjury des „Innovationspreises für Technik“ der Heldele-Stiftung ihr Produkt vorgestellt: Einen „Intelligenten Briefkasten“ hat die Zehntklässlerin der Süßener Geschwister-Scholl-Realschule entwickelt, der ein akustisches Signal abgibt, sobald ein Brief eingeworfen wurde. „Ich habe dabei an meine Großeltern gedacht, die im dritten Stock wohnen und so nicht unnötig den beschwerlichen Gang zum Briefkasten machen müssen“, erklärt sie ihre Motivation – auch als sie jüngst auf ein wichtiges Schreiben wartete, sei ihr der Bedarf klar geworden und die Entscheidung für das Projekt gefallen. So selbstbewusst sich die Schülerin zu Anfang gemeldet hat, so souverän hat sie der Jury und den anderen Teams ihre technische Umsetzung präsentiert: Den genauen Aufbau der Platine, die Verdrahtung und die Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Ein umfassendes Gesamtpaket, das am Ende mit dem ersten Platz belohnt wurde.

Interessante Ideen und tolles Engagement der Teilnehmer

Doch auch die anderen Teilnehmer haben interessante Ideen gehabt, die sie in ihren Schulen umgesetzt haben. Denise Müller und Gina Grupp, beide ebenfalls aus der 10. Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule Süßen, haben eine „Elektronische Warn- und Sicherheitsanlage bei gefährlichen Ausfahrten“ konstruiert. Gabriel Heubach von der Schurwaldschule Rechberghausen hatte sich mit einer „CNC-Zeichenmaschine“ angemeldet. Robin Grupp und Lorenz Veit – auch sie besuchen die 10. Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule Süßen - haben eine „wärmeabhängige Feuerlöschanlage“ entwickelt, die sie ebenfalls mit viel Engagement der Jury vorgestellt hatten. Besonders eindrucksvolle Entwicklungen waren jene von Marcel Schmidt und Davide Montesi, beide von der Dr.-Engel-Realschule Eislingen. Sie haben ein kleines Stückchen Rummelplatz in den Vortragsraum bei Heldele gebracht, das bekannte Fahrgeschäft „Breakdance“ mit allerhand Technik ausgestattet und in einem liebevoll gestalteten Holzmodell nachgebaut. Tim Baechelen von der Haldenberg-Realschule Uhingen hat an alle gestressten Männer gedacht, die für die Familie grillen dürfen und einen „Automatisierten Grill“ konstruiert, bei dem Fleisch und Co. per Knopfdruck in die perfekte Grillposition gebracht werden.

Heldele Stiftung prämiert zum 14. Mal die "Techniker und Ingenieure von morgen"

Der Innovationspreis für Technik der Heldele Stiftung wurde dieses Jahr zum 14. Mal verliehen. Der Wettbewerb soll die Vernetzung von Schulen, Hochschulen, Universitäten und Betrieben fördern. Dabei soll er die Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, eigenverantwortlich Projekte zu realisieren, aber auch einen Einblick in die tägliche Herausforderung von Technikern und Ingenieuren geben. Bernd Forstreuter, Vorstand der Heldele Stiftung: „Ich finde es großartig, dass die Schüler so engagiert sind und freue mich auch über die Unterstützung der Lehrkräfte, die die Projekte begleiten.“ Jungen Menschen Verständnis für Technik näherbringen und sie für eine Tätigkeit in der Branche begeistern zu können, das ist das Ziel des Preises. „Mich begeistert jedes Mal aufs Neue die Vielfalt der Projekte und das Zusammenspiel von technischem Hintergrund und Präsentationstechniken“, sagt Forstreuter. „Es freut mich zu sehen, dass die Jugendlichen weit mehr Zeit und Engagement in ihre Projekte gesteckt haben, als von der Schule gefordert.“ Für die nächsten Jahre wünscht er sich noch mehr Teilnehmer aus den Schulen in der Region: „Handwerk und Industrie in Baden-Württemberg leben von Innovationen und dieser Wettbewerb öffnet natürlich auch den teilnehmenden Schülern so manche Tür..“

Junge Tüftler sind auch nächstes Jahr wieder gefragt!

Die Schülerinnen und Schüler konnten sowohl Gruppen- als auch Einzelarbeiten einreichen und wie jedes Jahr sind den Ideen der jungen Erfinder keine Grenzen gesetzt. In diesem Jahr gewonnen hat die Schülerin, die sich morgens als erstes gemeldet hat: Kim Groeneveld. Sie hat knapp 50 Stunden an einem intelligenten Briefkasten getüftelt: „Ich hatte mehrere Ideen, aber diese habe ich umgesetzt, weil die machbar war und auch gut eingesetzt werden kann.“ Somit hat sie den Hauptpreis mit nach Hause nehmen können. Über die Schulwertung freuen konnte sich die Geschwister-Scholl-Realschule, die mit den meisten Teams am Start war. Fachlehrer Arnold Tonigold hat den mit 500 Euro dotierten Preis für die Schule mit Freude angenommen – eine gute Motivation für das nächste Jahr. (Fotos C. Fetzer, Heldele)